Blümchenfee.
Gesünder leben I

Zwischenbilanz für heute:

3 Rosinenbrötchen
4 Schüsseln Cornflakes
1 Liter naturtrüber Apfelsaft
1-2 Liter Mineralwasser

4 Mal Nasenbluten
1 Nadel im Finger

Viel Spielraum bleibt nicht mehr.

15.7.08 12:57


Ein fitter Start in den Tag I

Wenn man nicht bis vier Uhr morgens telefonierte und dementsprechend länger schlief, würde man bestimmt nicht um halb neun vor die Bettkannte laufen und sich das gesamte Bein aufreißen.

Glaube ich.

15.7.08 12:56


Aufklärung I

Wie bereits angekündigt, war ich heute um 10 Uhr beim Friseur.
Um 20€ erleichtert, mit nur wenig Haaren weniger und recht guter Laune bin ich dann ins Geschäft meines Onkels gewatschelt, habe einen Wasserfilter gekauft, da meine geschickte liebe Mama an unserem alten den Griff abgebrochen hat, und habe anschließend für das leibliche Wohl der temporären Wohngemeinschaft gesorgt: Schokolade für Jonas und Carli - Nudeln, Fleisch und Gemüse für Anna. Und nein, es besteht kein Zusammenhang zwischen Eingekauftem und Geschlecht.

Nur kurze Zeit nachdem ich wieder Zuhause war, wurde unsere WG um meinen Cousin Philip erweitert. Und was machen die werten Herrschaften? Richtig, sie zocken. Prinzipiell habe ich nichts dagegen, aber mittlerweile bin ich es satt, die einzige zu sein, die die Spülmaschine ausräumt, Essensreste wegwirft, die Küche sauber macht oder unseren armen Kater füttert. Und da diese Unterart von Männern nur schlecht erziehbar ist, was an der fortschreitenden Isolation und Artbildung zu liegen scheint, bin ich einfach in den stummen Streik eingetreten.
Bis jetzt stapelt sich unten munter das Geschirr, die Essensreste liegen auf der Ablage und ich stelle meinen Kram einfach dazu. Funktioniert bislang perfekt. Außerdem weiß ich ja, dass ich diesen Streik nur gewinnen kann. Immerhin kommen meine Eltern in zwei Tagen wieder. Bis dahin werden die drei wohl aufräumen. Hoffe ich.

Ich durfte mich heute übrigens weiterhin an meinem ständigen Nasenbluten erfreuen. Ich frage mich ja, ob nach 3 Tagen überhaupt noch genug Blut in meinem Körper ist, um eben diesen erfolgreich zu versorgen. Immerhin blutet meine Nase nicht nur ein bisschen, nein, da kommen ganze Wasserfälle respektive Blutfälle raus. Aber so sehe ich zumindest, dass ich noch am Leben bin. Außerdem gewöhnt man sich daran, dass alles nach Blut riecht und schmeckt. Ist also alles halb so wild. Wir haben genug Taschentücher und Wäsche muss ich sowieso bald wieder waschen.

So, und nun zu den erfreulichen Dingen im Leben:
1. In drei Tagen habe ich um diese Uhrzeit meine mündliche Prüfung hinter mir.
2. Ich war heute endlich mal wieder an der Bühne, wenn auch nur kurz - aber immerhin.
3. Ich freue mich jeden Tag auf's Neue, von GMX über die wichtigen Dinge im Leben informiert zu werden. Wie auch heute wieder:
Bushido denkt ans Aufhören
Mein erster Gedanke war ja Schön, aber noch mehr Arbeitslose brauchen wir nicht. Allerdings könnte er ja nach seiner Rapper-Karriere Werbung für Peta machen, eine zweite Sendung bei RTL starten, die Kinder von der Straße holt und anschließend eine Beziehung mit dem nächsten deutschen Topmodel eingehen. Oder irgendetwas in der Art.

Aber ich bedanke mich bei GMX dafür, dass ich theoretisch immer in der Lage bin, der Welt mein signifikantes Wissen mitzuteilen und sie über die wichtigen Dinge des Lebens aufzuklären.
So weiß ich nun zum Beispiel, dass im Jahre 1978 jemand mit einer Spammail 12 Millionen Dollar verdiente und dass Paris Hilton vielleicht bald heiratet.
Leider habe ich die falschen Freunde, um über Bushido, Topmodels, Spammailmillionäre und Paris Hilton zu sinnieren.

So richtig interessant sind aber die Aufklärungsversuche durch GMX über Liebe, Sex & Partnerschaft. Dank GMX weiß ich nämlich, dass es fünf Fragen gibt, die man nach dem Sex besser nicht stellt, was Frauen beim Sex wirklich wollen, wie Mann den Orgasmus einer Frau erkennt und wo man das perfekte Alibi für den Seitensprung herbekommt. Ich bin also quasi gerüstet für die perfekte Beziehung mit allem drum & dran. Und das nur dank dieser kleinen, unschuldigen Hinweise auf der GMX-Startseite.

Immer wieder schön.

15.7.08 12:56


Zwischen Himmel und Hölle

Ich bin viel zu früh aufgestanden, das dann auch noch mit schmerzendem Kopf, nachdem ich heute Nacht 4 Mal Nasenbluten hatte. Zusätzlich habe ich mich über zu laute Mitarbeiter meines Vaters und unverschämte Freunde geärgert.
"Danke, dass du dich gemeldet hast."
Bitte schön. Und dann auch noch verlangen, ich solle 2,5 Monate einem lächerlichen Steckbriefentwurf hinterherlaufen. Dreist.

Ist also ein vielversprechender Start in den Tag. Kann aber nur besser werden. In 6 Stunden ist wenigstens meine Familie die Hölle aus dem Haus.

Seltenheit.

15.7.08 12:55


Die Rache einer übersinnlichen Macht

Es ist soweit.
Ich hab' beängstigend gute Laune, bin aufgedreht, um nicht zu sagen hyperaktiv, unbesorgt und höre bescheuerte Musik. Vengaboys zum Beispiel. Oder Aqua. Und warum?
Weiß ich auch nicht. Aber ich wurde ja von Sarah vorgewarnt.
"Anna, du wirst langsam bekloppt." Et voilà.
Macht aber nichts.
Gibt ja sogar Menschen, denen das gefällt, nech, Ju?

Aber nun zu meinem heutigen Problem:
Während Jonas & ich unser langes Wochenende mit Lernen verbringen werden, ist der Rest unserer kleinen Familie in Aufbruchstimmung:
Mama, Papa & Britta fahren bis Sonntag nach Berlin.
Lena & Julius fahren bis Sonntag ins Zeltlager.
Laura fliegt bis Montag nach Oslo.
Und ich sitze Zuhause über meinem Biobuch und lerne ein letztes Mal für meine letzte Prüfung.

Hatte eigentlich geplant, heute noch recht viel zu lernen, damit ich die Ruhe genießen kann, aber nein, heute Vormittag musste ich stundenlang mit Mama einkaufen, das Mittagessen kochen, nachmittags mit Lena packen und mit Laura durch die halbe Weltgeschichte fahren, um ein Begrüßungsgeschenk, Rasierklingen und eine Handykarte zu kaufen. Vielleicht sollte ich mich demnächst mal genauer untersuchen und darauf achten, ob irgendwo an meinem Körper "Arsch vom Dienst" oder "Familiensklave" steht. Wäre ja möglich.

Zwischen all diesen Dienstbotengängen habe ich es aber geschafft, zum Friseur zu fahren und mir für Freitag um 10 Uhr vormittags einen Termin geben zu lassen. War leichter als erwartet.

Am Tresen bei meinem Friseur stand vor mir eine Frau, so um die vierzig fünzig, die noch vor mir dran war. Sie las eine nette, kleine Broschüre zum Thema "Leben mit Gott". Man ist auch nur noch von komischen Menschen umgeben.
Ich schaute sie also an und fragte direkt: "Sie sind wohl sehr gläubig, oder?" Fand sie nicht so lustig. Zumindest wenn man ihre Antwort ("Und Sie sind wohl sehr frech, oder? Unglaublich, dass sowas frei rumlaufen darf" ) richtig interpretiert. Nunja, was soll's. Hätte ich es nicht ausgesprochen, wäre ich wohlmöglich daran erstickt.

Zuhause hab' ich dann erstmal meine Mails abgerufen. War wie erwartet überwiegend Spam. Unter anderem mit dem Betreff "You are chosen as a leader for the mission of god". Ich vermute, das war die Rache der gläubigen Frau.

Trotz ihres übersinnliches Einflusses habe ich meinen Tag doch unbeschadet gemeistert. Je später es wurde, desto besser wurden Wetter und Stimmung. Deswegen werde ich nun weiter über Bleistifthärtegrade diskutieren, bescheuerte Musik hören und mir Bordeaux-Reiseführer anschauen.
Übrigens habe ich es gestern geschafft, endlich meinen Urlaub zu buchen. Ist nun zwar 9€ teurer, aber dafür zwei Tage länger. Und wenn es mir zu gut gefällt, komm' ich nie wieder.

Macht ja auch nichts.

15.7.08 12:54


Schubladendenken

Kennt ihr das, wenn ihr - aus welchem Grund auch immer - eure Schubladen aufmacht, was Essbares darin findet und euch wahnsinnig freut? Bis ihr merkt, dass diese wunderbare Kost seit dem 12.12.2007 abgelaufen ist? Ist mir gerade passiert. Fand ich super. Aber auch nur, weil mir eh nicht nach Erdnüssen war.

Die Erdnüsse waren heute aber nicht das einzige, das ungenießbar war. Als ich heute Abend nach einer mehr oder minder ereignislosen Autofahrt nach Hause kam, waren Lena, Julius & Britta gerade dabei, sich Popcorn in der Bratpfanne zu machen. Hat Jonas ja erlaubt. Nicht dass mich das generell stören würde. Aber Jonas saß 2 Stockwerke höher in seinem Zimmer vor'm PC...
Also ernannte ich Julius zum ehrenhaften Popcorn-Beobachter, Britta zum Beobachter des Beobachters und nahm Lena mit ins Arbeitszimmer, um nach meinem Flug nach Bordeaux zu schauen. Hätte ich mir aber auch sparen können. Denn buchen konnte ich heute Abend eh nicht und wir hätten wenigstens Popcorn essen können, das nicht verbrannt ist. Kleinen missratenen Kindern sollte man nie Beobachtungsposten übertragen. Funktioniert nicht sonderlich gut.
Aber es war ja nicht mein Popcorn und meine Frühlingsrollen schmeckten auch so ganz gut. Vom Popcorn allerdings blieb nur noch ein schwarzer Rest und ein ekelhafter Gestank, der sich noch immer durch das gesamte Haus zieht.

Aber das stört ja keinen. Papa und Jonas sind auf dem Weg von Melle (D) nach Bordeaux (F), weil Papa telefonieren und Briefe schreiben für zu aufwendig hält, um meinen Besuch bei Gérard im Juni zu regeln, Laura ist auf einer Hippie-Party, Lena, Julius und Britta schlafen, Carli ist wer weiß wo & Mama liegt in ihrem Bett und isst meine Schokolade. Und ich suche nach Unis, deren Zulassungsbeschränkungen und Wohnmöglichkeiten in den entsprechenden Orten.
Was gar nicht so leicht ist. Faktisch stehen mir 43 Unis zur Auswahl, an denen ich meine Fächerwahl studieren könnte. Realitisch betrachtet kann ich von 43 Städten aber sicherlich 1/3 rausschmeißen. Aus den interessantesten Gründen natürlich. München, Köln und Hamburg sind zu teuer. Köln ist neben Bielefeld und Paderborn außerdem hässlich. Osnabrück, Münster & Göttingen sind zu heimatnah.
Neben der schwierigen Städtefrage stehen aber auch noch zig andere Faktoren, die jawohl nur der Selektion dienen: Studiengebühren, die in den neuen Bundesländern nicht verlangt werden (und ja, es ist mir egal, ob ihr was dagegen habt, dass ich da hinziehe oder nicht!), Eignungstests, für die man zu jeder Uni, die einen solchen verlangt (und das sind nicht wenige), hinfahren müsste, um diesen zu machen, sowie hohe Wohnkosten oder schon abgelaufene Fristen. Kein Wunder, dass die Zahl der Auszubildenden mit allgemeiner Hochschulreife steigt.

Doch glücklicherweise beiben mir noch ein paar Wochen Zeit für eine ausgiebige Recherche. Jetzt werde ich erst einmal mein Bett aufsuchen.

Ist auch bitter nötig.

15.7.08 12:52


Heinzelmännchen

Ich habe heute Kuchen bekommen. Meine Mama ist so lieb zu mir. Und das nur, weil Jonas und ich heute unsere letzte Abiklausur geschrieben haben. Und ich hab sooo gute Laune, mag man gar nicht glauben. Hab' heut' sogar mit dem Frühjahrsputz begonnen.

Ihr seht, ich beginne wieder zu leben.
Englisch war übrigens absolut einfach. Hätte man die Bücher und Texte alle gelesen, könnte man locker 15 Punkte schreiben. Aber wer macht sowas schon...
Ist ja viel zu viel Arbeit. Und zu viel Arbeit hemmt das Wachstum. Hab' ich gelesen.

Hab' ja immer gedacht, ich sei klein für mein Alter & Geschlecht. Ist aber nicht so. Denn aktuelle Studien des statistischen Bundesamts Deutschland sagen, Frauen in meinem Alter (von 18 bis 20 Jahren) seien 2005 durchschnittlich 1,67m groß gewesen - folglich liege ich zwei Zentimeter über dem Durchschnitt.
Bei Männern im Alter von 18 bis 25 Jahren sind es übrigens 1,81m. Die für Holgi & André relevante Altersgruppe (25 bis 40 Jahre) ist erstaunlicherweise um nur einen Zentimeter kleiner. Man könnte nun die These aufstellen, dass diese Altersgruppe mit 18 bis 25 Jahren größer war als die im Jahre 2005. Alte Menschen schrumpfen ja mit der Zeit.
[Statistisches Bundesamt]

Aber es kommt ja nicht auf die Größe an.
Außerdem mag ich kleine Menschen. <3
Auch wenn ich scheinbar keiner mehr bin.

Zur Feier des Tages habe ich übrigens nicht nur einen tollen Kuchen bekommen, sondern war auch noch mit Jonas, Philip, Klinge und Laura bei BurgerKing. Nachdem ich für Mama zwei Kissenbezüge bei RS abholen musste. Danke übrigens für diese beschissene Aufgabe. Und das alleine war schon die reine Tortur. Nicht dass man da einen Parkplatz finden würde. Auf dem steht nämlich ein LKW, für PKW also kein Platz mehr. Also musste ich in die Seitenstraße der Seitenstraße der Seitenstraße und auf dem Parkplatz einer Videothek parken. Dann bin ich natürlich den gesamten Weg zum wunderschönen Möbelhaus gewatschelt..und wieder zurück. Aber ich will mich ja nicht beschweren. Frische Luft tut ja gut.
Aber nach diesem Besuch wusste ich mal wieder, dass in den meisten Geschäften nur Heinzelmännchen arbeiten. Keine Verkäufer, nein. Die würde man ja viel zu schnell entdecken. Macht das Einkaufen ja ereignislos und langweilig. Nein, man braucht Heinzelmännchen, die der ahnunglose Kunde nicht sehen kann, weil sie sich in der hintersten Ecke des Geschäfts verstecken. Die wollen ja auch nichts verkaufen. Müssen sich also nicht zeigen.
Das hat dann noch mal zusätzliche 10 Minuten gedauert, bis sich das Heinzelmännchen, das äußerlich definitiv als solches durchgehen kann, gezeigt hat, um mir Mamas tolle Kissenbezüge im Tausch von 9,80€ zu geben. (Dankeschön. Bratze.) unangenehme Aufgabe. Auf dem hauseigenen Parkplatz stand natürlich ein LKW, sodass parken unmöglich war. Also musste ich in die Seitenstraße der Seitenstraße der Seitenstraße der Hauptstraße, um zu parken, zu RS watscheln, zwei Kissenbezüge in der Farbe terra abholen, da sie ja zu den Vorhängen im Schlafzimmer passen müssen, und konnte anschließend den Weg zurückstapfen. War echt schön. So ein Spaziergang an der frischen Luft. In der Sonne.

Aber jetzt hat meine Mama ihre Kissenbezüge, ich wurde doch noch verköstigt und habe sogar einen tollen Kuchen bekommen, mein Zimmer halbwegs aufgeräumt und nun einen schönen Abend in toller Gesellschaft vor mir. Kann ja morgen auch ausschlafen. Ist ja Wochenende.

Für mich.

15.7.08 12:50


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Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.

Twain

Anna, 19 Jahre alt jung, geboren am 29. Januar 1989, noch wohnhaft in Melle, seufzt ständig grundlos, liebt Eis, Schokolade, Theater, Musik und ihn, hat seit diesem Sommer das Abi in der Tasche und beginnt im Oktober ihr Lehramtsstudium.

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